Gedanken zur Anschaffung einer Katze

Die Welt heute ist schnellebig. Leben heisst Veränderung... Die Anschaffung eines Haustieres sollte daher wohl überlegt sein. Viel zu oft werden Tiere überüberlegt angeschafft und dann beim kleinsten Problem, einer "plötzlich und unerwartet" auftretenden Allergie oder einer Lebensveränderungen wie Umzug oder Nachwuchs einfach weitergereicht, ins Tierheim gegeben oder sogar ausgesetzt... Nur Wenige machen sich überhaupt Gedanken was das für das Tier bedeutet. Viele trauern, leiden, manche Stellen sogar das Fressen ein, geben sich auf...

Das alles muss nicht sein, wenn man sich VORHER ausreichend Gedanken macht.

Das sollten Sie bedenken

-         Was ist der Grund für die Anschaffung einer Katze? Wollen Sie nach getaner Arbeit nicht in ein leeres Haus zurück kehren und etwas zum Kuscheln zu haben, wenn Sie abends gemütlich auf der Couch sitzen, ist das sicherlich verständlich, aber reicht das als Grund aus?

Katzen sind sehr eigenständige Wesen. Sie kommen nicht kuscheln, wenn WIR es wollen – sie kommen wenn SIE es wollen. Sie sind eigene Persönlichkeiten und keine Katze ist wie die andere. Das sollte man akzeptieren können.


-         Katzen haben eine hohe Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Wer sich für eine Katze entscheidet, entscheidet sich somit gegebenenfalls für ca. 20 Jahre Verantwortung, Zusammenleben, Tierarztkosten, aber natürlich auch für jede Menge Freude, Spaß und Liebe. Niemand kann in die Zukunft sehen oder sein komplettes Leben planen, aber ein paar Fragen sollten man sich vor der Anschaffung eben doch stellen:
Wie ist meine Lebenssituation? Spiele ich mit dem Gedanken mal eine gewisse Zeit im Ausland zu leben? Könnten die Katzen dann mit? Habe ich vor in absehbarer Zeit umzuziehen? Könnte ich in meinem neuen Lebensumfeld auch Katzen halten? Wenn ich irgendwann ein Kind bekomme, würde ich die Katzen dann behalten wollen oder ist es mir zu riskant (warum auch immer) ein Baby und Katzen zu haben? (Katzen und Babys schließen sich nicht aus!! Niemand muss z.B. aus Angst vor Toxoplasmose seine Katze abgeben, wenn man ein paar Dinge beachtet).
Bin ich bereit die Flausen der Kitten hin zu nehmen, die Flegelzeit der Teenager und stehe ich auch in Alter und/oder Krankheit zu meinem Tier und lasse ihm jede Hilfe zukommen?


Sollte eine dieser Fragen so beantwortet werden, dass die Katzen nicht behalten werden können oder wollen, sollte man, so hart es vielleicht klingt, Abstand von deren Anschaffung nehmen.

 

-         Katzen bedeuten Zeitaufwand! Katzen lieben es zu spielen, wollen kuscheln, suchen die Nähe zum Menschen. Sie sind nicht umsonst das meist gehaltene Haustier in Deutschland. Aber jeder sollte sich bewusst sein, dass er täglich Zeit für seinen Stubentiger einplanen muss und Dinge wie mal eben ein paar Tage vereisen oder ungeplant auswärts übernachten nicht so einfach möglich sind. Daher sollte auch die Frage der Urlaubsbetreuung geklärt sein. Immer wieder werden Katzen in der Urlaubszeit ausgesetzt. Bitte machen Sie sich daher auch Gedanken hierzu, bevor Sie sich für ein Tier entscheiden!
Kitten sind süss, jeder findet sie toll, doch sie bedeuten auch mehr Arbeit. In der Regel sind sie um ein vielfaches anspruchsvoller als ausgewachsene Katzen. Sie fordern merkt Zeit und Aufmerksamkeit. Sie rennen, toben und spielen gern auch mal über Tische und Bänke. Wer es also lieber ruhiger mag, sollte sich lieber schon erwachsene Tiere ins Haus holen. ;-)

 

-         Soll die Katze als Wohnungskatze gehalten werden, empfehlen wir dringend die Anschaffung von zwei Katzen, am besten zwei, die sich bereits kennen. Eine Wohnungskatze alleine zu halten widerspricht in mehrfacher Hinsicht der Natur des Tieres.  Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Einzelkatzen in die Wohnungshaltung vermitteln. Bitte auch bedenken, Katzen verlieren Haare, das Klo muss täglich gereinigt werden, das Katzenfutter riecht, das Mobiliar lädt Katzen nahezu immer dazu ein, sich gepflegt die Krallen zu wetzen - ein Stubentiger macht Arbeit, das ist einfach nicht von der Hand zu weisen.

 

-         Bei Freigängern: Ist die Gegend wirklich für Freigang geeignet (Verkehr, tierliebe Nachbarn etc)? Komme ich damit zurecht, wenn die Katze mir kleine „Geschenke“ in Form von toten Mäusen oder Vögeln mit nach Hause bringt? Freigänger haben ein höheres Unfallrisiko, somit können auch die Tierarztkosten höher sein. Auch der sauberste Freigänger kann einmal Flöhe mit nach Hause bringen…

 

-         Das man niemals auf alles vorbereitet sein kann, was eine Katze „kosten“ kann ist klar. Große Operationen, Klinikaufenthalte oder ähnliches sind nicht planbar…
Aber es gibt Kosten, die sind „planbar“ und diesen muss man sich bewusst sein. Habe ich die finanziellen Möglichkeiten meinen Katzen zu finanzieren?

Für eine Katze sollte man ca. 30-50 € pro Monat an Kosten veranschlagen (ohne die Anschaffung und die Grundausstattung) für Futter (hier gilt teuer ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit gut. Marken wie W..iskas, S..eba, F..lix usw. haben durch gezielte Werbung einen hohen Marktanteil, sind aber nicht gerade als hochwertig zu betrachten. Achten Sie bei der Wahl des Futters auf einen hohen Fleischanteil, über 60%, und darauf das es Getreide und Zuckerfrei ist, der Gesundheit Ihrer Katze zuliebe), Pflege, Katzenstreu…
Bin ich in der Lage „normal“ wiederkehrende Tierarztkosten darzustellen (Impfungen, Wurm-kuren, Kastration, Gesundheits-Check, Blutbild etc.). Habe ich die Möglichkeit mir ein „Polster“ für unvorhergesehenes anzuschaffen. Z.B. monatlich eine kleine Summe sparen, um im Notfall Kosten damit abfangen zu können. Oder eine Krankenversicherung für eine Katzen abzuschließen. Ob eine Versicherung Sinn oder keinen Sinn macht muss jeder für sich entscheiden.


-         Sind Sie bereit Ihr Zuhause für das neue Familienmitglied katzengerecht und –sicher einzurichten?

Einrichtung: Katzbaum, Liegeplätze, Katzenklos (die Empfehlung lautet immer 1 Klo mehr als Katzen im Haushalt, min. aber 1 Klo pro Katze), Futterplatz (Wasser- und Futternapf nicht nebeneinander), Spielzeug…

Sicherheit:  Kippfenstersicherung (min. bei Fenstern mit denen regelmäßig gelüftet wird), vernetzter Balkon (bissfestes, drahtverstärktes Netz), keine giftigen Pflanzen…


-         Bei bereits vorhandenen Katzen ist wichtig ein möglichst passendes Tier zu wählen. Erfahrungsgemäß gibt es bei Tieren, die sich in Alter und Charakter ähnlich und im Geschlecht gleich sind, die wenigsten Probleme. Kater sind oft gröber und raufen lieber als Katzen, was im Laufe der Zeit zu Problemen führen kann. Die Katze ist genervt und der Kater nicht ausgelastet. Das führt zu Spannungen und später zu richtigen Problemen, wie z.B. Unsauberkeit oder Verhaltensstörungen wie  „Kahllecken“ führen.
Lassen Sie sich daher von uns bei der Wahl einer neuen Katzenpartners beraten. Eine Zusammenführung erfordert Geduld und auch mal Nerven. Nur selten sind die Erstkatzen erfreut, wenn eine neue Katze einzieht. Lassen Sie sich nicht dadurch verunsichern. Wir stehen Ihnen auch hier zur Seite.

Wichtig und vorab zu klären

-         Wohnen Sie in einer Mietwohnung, sollten Sie vorab einen Blick in Ihren Mietvertrag werfen und mit dem Vermieter den geplanten Einzug des Haustieres absprechen. Leben Sie in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus, sollte man sich trotzdem überlegen, ob eventuell Ärger mit den Parteien nebenan oder mit den Nachbarn entstehen kann. Dies ist besonders bei Freigängern immer wieder Thema in den Nachbarschaften. Nicht alle sind Katzen gegenüber aufgeschlossen und sehen sie gerne in ihrem Garten. Je proaktiver man an diese Sache geht, desto weniger Probleme kommen in der Regel nach dem Einzug der Katze.

 

-         Leidet jemand in der Familie an einer Katzenhaarallergie (wobei es nicht die Haare sind, die eine Allergie auslösen, sondern bestimmte Proteine, die den Haaren anhaften. Diese kommen durch das Lecken auf die Haare, bzw. auch durch bestimmte Hautschuppen)? Dies sollte man dringend vorab abklären.

 

-         Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einer Katze einverstanden? Katzen und Kinder bedürfen einer gezielten Vorbereitung. Katzen unterscheiden nicht, ob es sich um ein kleines Kind handelt, dass sie am Schwanz zieht. Die Katze wird trotzdem austeilen - daher muss dies in der Erziehung des Kindes mit bedacht werden. Eine Katze zu erziehen ist bedeutend schwerer. ;-)

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